Geschichte


Gründer-Feuerwehr 1927

Am 11.01.1927 wurde durch Initiative des Landwirts Oskar Pöll und den Männern der Pflichtwehr (1890-1927) die "Freiwillige Feuerwehr Schöller" gegründet. Zur Gründungsversammlung im Hause Pöttmann, dem jetzigen Haus Schöller, fanden sich ca. 18-20 Mitglieder ein. Die Ausrüstung war der damaligen Zeit entsprechend. Die Kameraden rückten mit einem Löschkarren aus, gelöscht wurde mit Ledereimern die von Hand zu Hand gereicht wurden. Für den Löschkarren stellten Oskar Pöll und Johann Swillims ihre Pferde zur Verfügung.

Ehrenhauptbrandmeister Oskar Pöll

Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Schöller

Im Jahre 1928 errichtete die Gemeinde Schöller einen Steigerturm an der Giebelwand des alten "Haus Schöller". Als Spritzenhaus für die Handspritze wurde damals ein Raum hinter der evangelischen Kirche benutzt. In den 30iger Jahren wurde durch die Gemeinde Schöller ein Spritzenhaus in der Größe einer Garage errichtet. Das Grundstück gehörte dem Grafen von Schaesberg. An ihn bezahlte die Gemeinde bis 1969 eine jährliche Gebühr von 100 Pfennig.

Im Jahre 1930 rückte dann die Feuerwehr Schöller, ausgerüstet mit Pferd und Wagen sowie Spritze, zur Nachbarschaftshilfe nach Dornap aus. In Hahnenfurth angekommen, dies war die damalige Grenze des Löschgebiets, ging Brandmeister Pöll zum Brandort und bot überörtliche Hilfe an.

Die Löschgruppe Dornap-Düssel jedoch wollte die Hilfe der Kameraden nicht. Die Feuerwehr Schöller mußte unverrichteter Dinge wieder umkehren.

Seit der Eingemeindung im Jahre 1975 hat sich jedoch die Zusammenarbeit der beiden Wehren erheblich verbessert. Seit 1987 werden beide Wehren zusammen alarmiert und führen auch regelmäßig Dienste und Übungen zusammen durch.

Durch Spenden der Bevölkerung und Selbstbeteiligung der Wehr wurde 1930 das erste motorisierte Fahrzeug angeschafft. Es war ein Lieferwagen der Firma Daimler Benz, der durch die Schreinerei Greis zu einem Feuerwehrfahrzeug umgebaut wurde.

Als Fahrer konnten Oskar Pöll und Wilhelm Hausmann eingesetzt werden, die über einen Führerschein verfügten. Die Uniformen wurden zu der Zeit von jedem Kameraden selber bezahlt.

Eine besondere Note von Oskar Pöll war es, daß er die Gruppe vor jeder Übung erst einmal eine Stunde nur exerzieren ließ. Es ging bei Ihm sehr militärisch zu.

Der 1933 beschaffte Mannschafts- und Gerätewagen der Freiwilligen Feuerwehr Schöller

Im Jahre 1933 bestand die Wehr aus 18 Mitgliedern die so eingeteilt waren:

eine Steigermannschaft
eine Spritzenmannschaft und
eine Schlauchmannschft

Die erste Motorspritze, eine TS 8/8, bekam die Wehr 1938.

Als der zweite Weltkrieg ausbrach, wurden viele Kameraden eingezogen, so daß ein Teil der älteren Bürger für die Wehr dienstverpflichtet wurden. Zusätzlich wurde eine Frauenwehr aufgestellt.

Frauenwehr mit älteren Bürgern

Im Jahre 1943 wurde ein neues Löschgruppenfahrzeug zur Verfügung gestellt. Die dienstverpflichteten Männer setzte man bei Großeinsätzen auch in Düsseldorf und Duisburg ein. In Schöller selbst sorgte dann die Frauenfeuerwehr für den Brandschutz. Mit dem Exerzieren und vor allem mit dem Ausrichten beim Antreten soll es damals einige Schwierigkeiten gegeben haben.

Nach dem zweiten Weltkrieg musste die Wehr neu aufgebaut werden. Am 01.01.1946 verfügte die Wehr daher nur über 11 aktive und 3 passive Mitglieder. Damals war es zur Gewohnheit geworden das der jeweilige Wirt des "Haus Schöller" bei Einsätzen das Löschfahrzeug fuhr.

1948 übernahm W.Hausmann die Löschgruppe, Herrn Pöll ernannte das Amt Gruiten zum Oberbrandmeister und 1959 zum Hauptbrandmeister für den gesamten Amtsbezirk.

1949 brannte die Lackfabrik "Feldmann" nieder. Dies konnte auch durch die zusätzlich mitwirkenden Kameraden der Nachbarwehren Mettmann, Wülfrath, Velbert und der Berufsfeuerwehr Wuppertal nicht verhindert werden.

1950 beauftragte man die Feuerwehr, sämtliche Sprengtrichter im Osterholz, die mit Wasser gefüllt waren, auszupumpen, damit alle restlichen Sprengkörper eingesammelt werden konnten.

1957 wurden unter der Leitung des Hauptbrandmeisters Wilhelm Fey die Freiwillige Feuerwehr Gruiten, Hochdahl-Trills und Schöller zu einer Amtsfeuerwehr Gruiten vereint. Dadurch wurde die Feuerwehr Schöller die Löschgruppe 3 der Amtsfeuerwehr Gruiten.

Im gleichen Jahr wurde eine zweite Tragkraftspritze TS 8/8 in Betrieb genommen.

Ein Jahr später übergab das Amt Gruiten der Wehr ein neues Löschfahrzeug.

Ein Feuerteufel trieb sein Unwesen und zündete mindestens 10 Scheunen nacheinander an. Zu dieser Zeit stand die Gruppe ohne Brandmeister da. Der Bürgermeister von Schöller, Hans Fackin, leitete die Wehr solange weiter, bis ein Mitglied der Wehr, Bruno Rothermund, nach bestandender Brandmeisterprüfung die Gruppe ordnungsgemäß übernehmen konnte.

1961 teilte man der Löschgruppe ein Schaumlöschgerät zu, das sich für den Einsatz bei Öl- und Benzinbränden besonders gut eignete.

1964 brannte der alte Bauernhof Trunk-Plate vollständig ab. Da sich in der unmittelbaren Nähe kein Hydrant befand mussten die Kameraden über 500m Schlauchleitung legen.

Unter der Leitung von Brandmeister Ernst Otto Buschmann kam die Löschgruppe 1965 beim Großbrand der Firma H. Oetelshofen zum Einsatz. Die Löscharbeiten wurden erschwert duch Wasser- und Schlauchmangel. Mehrere Tanklöschfahrzeuge mussten angefordert werden. Zusätzlich bestanden weitere Gefahren da in der Halle Sauerstoff- und Gasflaschen gelagert wurden.

1967 begann die Gemeinde Schöller mit dem Bau eines neuen Gerätehauses, das 1969 fertiggestellt wurde.

Gerätehaus ca 1974

In dem neuen Gerätehaus sind außer den zwei Löschfahrzeugen ein Aufenthalts- und Schulungsraum sowie ein Turm zum Trocknen der Schläuche untergebracht. Ebenfalls stehen zwei Wohnungen den Kameraden zur Verfügung.

1972 kam eine Grundlegende Änderung für die Feuerwehr Schöller. Kreisbrandmeister Noack ordnete an, daß die Löschgruppen Schöller und Gruiten zur Verbesserung der Schlagkraft zu einem Löschzug zu vereinigen seien.

1973 wurde Brandmeister Otto Buschmann zum Oberbrandmeister des Löschzuges Gruiten-Schöller ernannt. Brandmeister Klaus Katzbach übernahm die Löschgruppe Schöller.

1974 wurde ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8 angeschafft.

LF8

Bei der kommunalen Neugliederung in NRW konnte die Gemeinde Schöller ihre Selbstständigkeit nicht erhalten. Sie wurde am 01.01.1975 nach Wuppertal eingemeindet.
Die Löschgruppe Schöller wurde in die Feuerwehr Wuppertal übernommen, die auch der Feuerwehr Schöller ein zweites Fahrzeug, ein TLF 8, zur Verfügung stellte.

1977 bestand die Feuerwehr Schöller aus 18 aktiven und 3 Kameraden in der Altersabteilung.

Mitglieder 1977

TLF 8

Dieses Fahrzeug wurde 1988 durch ein modernes TLF 8 / 18 ersetzt.

Dieses Fahrzeug war für die Feuerwehr Schöller unersetzlich da es von der Größe überall im Löschgebiet einsetzbar war.